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Heinrich Raspe ArtikelHeinrich Raspe (* 1204, † 16.02 1247 auf der Wartburg) war ab 1227 (offiziell ab 1241) Landgraf von Thüringen und 1246/47 Gegenkönig gegen Kaiser Friedrich II. und dessen Sohn Konrad IV.
Der Name Heinrich Raspe taucht in dem Thüringer Herrscherhaus - den Ludowingern - öfters auf, meist waren es mitregierende jüngere Brüder der Landgrafen, die jedoch keine größere Bedeutung erlangten. Von der Wissenschaft wird dieser Herrscher daher ab und zu als Heinrich Raspe IV. genannt.
1231 folgte Heinrich seinem Bruder Ludwig IV., der 1227 auf dem Weg in das Heilige Land gestorben war, in der Landgrafschaft Thüringen nach. Zu Elisabeth von Thüringen, der jungen Witwe seines Bruders, herrschte ein gespanntes Verhältnis. Entweder vertrieb er Elisabeth - die später sehr bekannte Heilige - von der Wartburg oder sie gab wegen seiner Missgunst und Betrügereien auf. Heinrich regierte an Stelle von Elisabeths Sohn, seines minderjährigen Neffen Hermann II. , der 1227 erst fünf Jahre alt war und 1241 vermutlich mit Wissen Heinrich Raspes vergiftet wurde.
1238 heiratete er Gertrud, die Schwester Herzog Friedrich II. von Österreich, und 1241 Beatrix von Brabant. Da er fürchtete, kinderlos zu bleiben, entschloss er sich zur Eventualbelehnung seines wettinischen Neffen Heinrich (Sohn des Markgrafen von Meißen) mit der Landgrafschaft Thüringen .
1242 wurde Heinrich zusammen mit Wenzel I. von Friedrich II. zu dem Reichsverwalter für seinen minderjährigen Sohn Konrad IV. bstellt. So sollte ein entstandener Bürgerkrieg beendet und das Land gegen die drohenden Mongolenkriege vorbereitet werden. Nach der Absetzung Friedrichs 1245 durch Papst Innozenz IV. wechselte er die Seiten und wurde mit Unterstützung der Erzbischöfe von Mainz und Köln am 22.05 1246 von einer Minderheit der deutschen Fürsten in Veitshöchheim bei Würzburg zu dem König gewählt. Wegen dieser Wahlhilfe und Zuwendungen Roms erhielt er schon bald den Beinamen "rex clericorum" (Pfaffenkönig). In der Schlacht von Nidda (August 1246) besiegte Heinrich seinen früheren Schützling Konrad, starb aber einige Monate später auf der Wartburg.
Mit Heinrich Raspe starb die Familie der Ludowinger in männlicher Linie aus. In dem daraufhin ausbrechenden Erbfolgekrieg konnte sich in Hessen Heinrichs Nichte Sophie von Brabant (Tochter Ludwigs und Elisabeths) behaupten, während die Landgrafschaft Thüringen an Heinrich Raspes Neffen Heinrich und damit an die Familie der Wettiner ging.
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Ich fand dieses Buch hervorragend und habe... |
- Werner, Matthias (Hrsg.): Heinrich Raspe - Landgraf von Thüringen und römischer König (1227-1247). Fürsten, König und Reich in spätstaufischer Zeit. (=Jenaer Beiträge zur Geschichte, Bd. 3) Peter Lang : Frankfurt am Main u.a. 2003, 369 S., ISBN 3-631-37684-7
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